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Samstag, 21. Februar 2015

Hallo Welt


...lange nicht mehr gesehen. Lange nicht mehr geschrieben, zumindest hier nicht.

Grade ein paar alte Texte durchgesehen und mich daran erinnert, wie sehr ich das Schreiben hier mochte. Und wenn ich mir die alten Texte so ansehe - irgendwie fehlt es mir.

Ich habe verdammt viel zu tun, mit der Promotion, Familie und anderen Sachen, aber vielleicht schaffe ich es ja ab demnächst doch wieder, regelmäßiger zu schreiben. Und wenn's auch nur ganz kurze Texte sind. Zu sagen gebe es so viel.

Dienstag, 12. November 2013

Ha ha househounting

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Househunting in England is a nightmare. I still cannot fathom what kind of places are actually offered for rent in this country. London was particularly bad but even where we live now I have not seen a single house yet that meets German standards. (Ok, one that comes closes to it. Which is, yes, where we live now.) So if you are currently househunting in England ... here is something to cheer you up. (I have not laughed that hard in quite some time.)

Sonntag, 14. Juli 2013

Ramadan global

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 - 6. Ramadan - 
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Bilder, die zeigen, wie Muslime auf der ganzen Welt Ramadan begehen, beten, fasten und feiern findet man jedes Jahr wieder in "westlichen" Zeitungen. Und jedes Mal bin ich wieder fasziniert. Wie oft wird doch davon ausgegangen, dass Muslime weltweit doch irgendwie alle gleich seien - schließlich teilen sie die Religion.

Virtuelle Reise um die Welt

Wie oft vergessen wir, dass der Islam keineswegs nur in der Türkei, dem Iran und arabischen Staaten verbreitet ist, sondern fast überall auf der Welt Muslime leben und ihre Religion praktizieren - auf oft ganz unterschiedliche Art und Weise. Indonesien, Pakistan, Dubai, Frankreich, Serbien, Jemen, Palästina, Türkei - diese Bilderserie nimmt mit auf eine Reise um die Welt.

Vertraute Bilder

Beim Durchsehen der Bilder kam mir vieles vertraut vor, hatte ich doch in einigen der gezeigten Länder selbst schon Ramadan verbracht. Ein Text ist mir wieder eingefallen, den ich vor zwei Jahren für Muslime Helfen geschrieben habe - zu genau dem Thema, nämlich wie in Ländern rund um die Welt, all den Ländern, in denen ich in den letzten Jahren Ramadan verbracht habe, gefastet und gefeiert wird.

Ramadan in Paris, Bulgarien, London, Palästina, Indien...

Wie also feiert man Ramadan in ... Westdeutschland, Bulgarien, Ostdeutschland, Paris, Palästina, Indien, Pakistan, London? Hier geht es zu meinem in drei (eins, zwei, drei) Teilen veröffentlichten Text auf der Webseite von Muslime Helfen!

Donnerstag, 30. Mai 2013

Gegenöffentlichkeiten

Stine Eckert, Doktorandin am Philip Merrill College of Journalism der University of Maryland, spricht auf der re:publica 2013 über deutsche Muslime, die bloggen. (Jepp, und auch die Lieselotte wurde für die Studie interviewt.)


Samstag, 22. Dezember 2012

Hijab beschützt dich - nicht

So, und hier lang geht's zu meinem neusten Artikel - über das Thema Hijab, Männer, Frauen, Vergewaltigung.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Lebenszeichen

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Hallo Welt, es gibt mich noch.

Hatte eine Blogger-Krise. War viel unterwegs. Dann hat Blogger rumgesponnen. Und ich war wieder unterwegs. Jetzt bin ich wieder da, Blogger funktioniert, und hopefully schreibe ich ab demnächst wieder. Stay tuned!

Dienstag, 7. August 2012

Gentrifizierung auf Türkisch

- 20. Ramadan -

Gentri- was? Gentrifizierung heißt es, wenn ehemalige Arbeiterviertel in chice Latte-Macchiato-Viertel gewandelt werden, wenn früher mal semi-dubiose Hafenviertel gesäubert, renoviert, umgebaut und dank steigender Mietpreise die, die früher mal zum Viertel gehörten wie der Max zum Moritz, wie die Liese zur Lotte, langsam aber sicher vertrieben werden. Passiert immer wieder, ist für den Einzelnen oft nicht schön, wird von vielen versucht zu verhindern, aber ist wohl letztendlich einfach der Gang der Dinge.

Beispiele? Hackney oder die Docklands in London, Friedrichshain oder Prenzlauer Berg in Berlin, das Gaslamp Quarter in San Diego - um nur einige wenige plakative Fälle zu nennen, die mir gerade in den Sinn kommen.

Ein anderes wäre Tarlabaşi in Istanbul. Smilla von anders-anziehen schreibt über dieses Viertel in Istanbul, dem wohl das gleiche bevorsteht wie so manchem anderen Stadtteil in Europa und nicht nur dort. Der Text findet sich hier, und für alle, die mehr wissen wollen, hier auch gleich noch der Link zu einem Blog zum Thema, auf den Smilla im Text verweist.

Sonntag, 22. Juli 2012

Die "Komiker-Nation"?

- 3. Ramadan - 

Ich bin durch Zufall darauf gestoßen. Jörg Lau schreibt auf seinem Blog auf ZEIT Online einen Kommentar zum in den letzten Tagen heftig diskutierten Thema der Beschneidung kleiner Juden und Muslime. Ich bin gespannt, was er zum Thema zu sagen zu hat - und dann glaube ich für einen Moment, nicht richtig zu lesen. Hat dem jemand hat seinen Account gehackt?!

"Ich habe mich lange gegen die Auffassung gewehrt, Islamophobie und Antisemitismus hätten bedeutende Überschneidungsflächen (no pun intended). Ich gebe hiermit offiziell auf. Es ist ein und das Gleiche."

Ist das noch Jörg Lau?

Wie bitte?? Nee, oder? Ist das noch Jörg Lau, der da schreibt? Jörg Lau, dem so mancher potentieller (oder tatsächlicher?) PI-Anhänger freudig zugejubelt hat, als er mal wieder seine Meinung zu Islam, Muslimen und Islamisten zum Besten gab. Jörg Lau. Ich kann es nicht fassen. Mensch, das ist ungefähr so, als würde Roland Koch morgen verkünden, seine Wunschregierung in Hessen solle aus Ypsilanti als Ministerpräsidentin und Al-Wazir als Innenminister bestehen... Oder als ob Merkel den Vorsitzenden von Attac übermorgen zum Nachfolger Röslers erklärt, der darauf gekommen ist, dass Wirtschaftsminister doch eine Nummer zu groß für ihn ist... Ich bin platt, einfach nur platt, immer noch platt.

Recht hat er

Aber Recht hat er. Recht hat er, Jörg Lau. Es gibt erschreckende Parallelen zwischen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit (und jeder anderen Feindlichkeit gegenüber einer ganzen Gruppe, deren tatsächliche oder vermeintliche Mitglieder ungeachtet jeglicher interner Differenzen einfach mal so über einen Kamm geschoren werden).

Deutschland ist keine "Komiker-Nation"

Das einzige, was mich an dem Artikel stört, sind die Teile, in denen er Deutschland zur "Komiker-Nation" erklärt und meint, das Land wäre "zum Auswandern schön". Das ist Quatsch (auch wenn dieses Deutschland-peinlich-finden und Sich-woanders-hinsehnen (ohne natürlich den Schritt letztendlich auch zu gehen) typisch ist für viele Angehörige (nicht nur) Laus Generation). Es gibt hierzuland unsägliche Debatten; unsägliche Art und Weisen, Debatten zu führen; wir haben eine Kanzlerin, die nicht zu den Werten steht, die dieses Land vertreten sollte; eine Kanzlerin, die nicht für alle ihre Bürger gerade steht ... aber das macht nicht ein ganzes Land zur "Komiker-Nation".  Das macht Deutschland nicht "zum Auswandern schön". Wohin denn, Herr Lau? Wohin denn?

Aufruf an die Kanzlerin, für alle ihre Bürger einzustehen

Also: statt angesichts des "peinlichen Deutschlands" genervt die Augen zu verdrehen oder so zu tun, als wäre es woanders viel besser (ist es nicht, dort hapert es dann an anderer Stelle) wäre ein konkreter Vorschlag, was denn zu tun sei; ein Aufruf an die Kanzlerin, für alle ihre Bürger einzustehen (ja, auch für Muslime); oder so-was-in-die-Richtung-halt angebracht gewesen. Das hätte es perfekt gemacht, Jörg. Aber vielleicht ist das zu viel verlangt; vielleicht muss es Schritt für Schritt gehen. Eine brilliante Analyse des Status quo haben wir zumindest schon einmal. Bleibt zu hoffen, dass sie viele lesen und vielleicht ein kleines bisschen drüber nachdenken, was hierzulande dieser Tage so alles gesagt, gefordert und (nicht) getan wird. Und

Dienstag, 10. Juli 2012

gutbetucht

So, liebe Freunde, jetzt ist es soweit. Dass ich zurzeit an einem neuen Projekt arbeite, war ja bereits angekündigt. Die Webseite, um die es geht, ist seit ungefähr drei Wochen online, jetzt dürft ihr auch einen Blick darauf werfen.

Darf ich vorstellen: gutbetucht

Tadaaaa, darf ich vorstellen, mein europäischer, deutschsprachiger, kritischer Hijab-Fashion-und-Style-Blog... namens gutbetucht.

Also doch ein zweiter Blog...

Mit der Idee lief ich schon länger schwanger, aber ich wollte nie mehr als einen Blog (andererseits aber auch nicht meinen Lieselotte-Blog vollkommen mit der Breite der Themen, die eine Ausweitung auf das Thema Kleidung mit sich gebracht hätte, überlasten) und ein Blog nur zu Kleiderfragen - musste das sein? Muss nicht, aber kann. Deshalb jetzt also doch: eine neue Webseite.

Ein deutschsprachiger Hijab-Blog

Wozu? Hijab-Fashion-und-Style-Blogs gibt es viele. Einen deutschsprachigen kannte ich bisher nicht. (Bin jetzt aber doch auf einen aufmerksam gemacht worden: den Imzadi-Trend-Blog. Allerdings ist der an eine Boutique gekoppelt. Insofern ist gutbetucht nicht der erste deutschsprachige Hijab-Style-Blog, aber der erste unabhängige.) Viele von uns lesen Englisch, aber nicht alle - gutbetucht soll für alle da sein.

Lieber keinen Fischmund...

Außerdem fallen mir auf vielen Hijab-Style-Blogs immer wieder zwei Sachen auf, mit denen ich nicht ganz konform gehe. Zum einen sind das die Posen und Outfits vieler Autorinnen, die mich persönlich mehr an die ganz normale Modelindustrie als an Hijab erinnern (das Schlimmste sind die Fischmund- oder halboffener-Mund-Fotos). Für mich ist Hijab etwas anderes und was, das möchte ich auf meiner Seite zeigen und diskutieren.

...und auch keine 500 EUR für ein Kleid

Zweitens falle ich immer wieder vom Hocker, wenn ich lese, was so manche stylische Muslima an Geld für ihre Kleider ausgibt. Wir könnten wahrscheinlich alle sparsamer sein als wir es sind, aber hunderte von Euros bloß für Schuhe oder ein Kleid ausgeben...? Ich glaube, das geht auch anders - wie, will ich auf gutbetucht zeigen.

Nicht nur Kleider

Und last, but not least, wäre ein Blog, auf dem es nur um Kleider, den tollsten Style, die trendigste Modeerscheinung geht, langweilig, meint ihr nicht? Deswegen soll gutbetucht ein kritischer Hijab-Style-Blog sein. In dem es, ja, um Outfits, Schnitte, Farben, Accessoires gehen soll - aber auch um weitere politische und gesellschaftliche Fragen. Um Diskriminierung von Kopftuchträgerinnen zum Beispiel oder Diskriminierungen von Nicht-Kopftuchträgerinnen. Um die Art und Weise, wie wir konsumieren. Darum, was Kleider ausdrücken und inwiefern Kleider Leute machen - oder nicht.

Nee?

Hört sich ganz schlimm an? Kein Problem, rechts oben in der Ecke Ihres Browsers ist ein kleines weißes Kreuz auf rotem Grund, ein Klick bringt Sie ganz weit weg von all dem Humbug.

Yes, pleeeeease!

Mal anschauen wollen? Gerne, herzlich willkommen, hier geht's lang!

Mittwoch, 20. Juni 2012

Alles neu macht der

...Juni

Oder: Lange geplant und endlich umgesetzt. 
Oder: Ankündigung in eigener Sache.

Ich habe schon seit einer ganzen Weile mit dem Gedanken an ein neues Projekt gespielt: Ein neuer Blog, zu einem Thema, das hier das eine oder andere Mal zwar schon aufgetaucht ist, dem ich aber aus verschiedenen Gründen auf diesem Blog nicht zu viel Raum geben wollte.

Zwei Blogs, muss das sein? Will ich wirklich so viel Zeit auf diesen ganzen Webkram verwenden? Ich habe wirklich lange überlegt, im Grunde reift die Idee seit ungefähr zwei Jahren - und letztendlich habe ich sie einfach umgesetzt. Zack, neuen Blog kreiert; zack, neues Design fertig gemacht; zack, erste Artikel geschrieben und - ohohoho, ganz neu und wagemutig, Bilder reingestellt.

Also: Man darf gespannt bleiben! In den nächsten Tagen will ich noch einige der Basics fertig kriegen, die "About"-Seite zum Beispiel, und dann, dann, dann teile ich gerne den Link auch mit euch. Bald schon!

Dienstag, 12. Juni 2012

Männer, Frauen, Sprache

Ich weiß noch, wie kurios wir es damals - vor langer, langer Zeit - in der Schule im Französischunterricht fanden, dass "eine Gruppe von 10 Männern 'dix amis' sind, aber eine Gruppe von 10 Frauen und einer männlichen Maus nicht etwa 'onze amies' sondern 'onze amis' sind." So oder so ähnlich hat unsere Französischlehrerin uns das damals erklärt. Die männliche Bezeichnung dominiert, und eine kleine Maus männlichen Geschlechts kann den femininen Plural in einen maskulinen ändern.

Kompromissversuche

Eigentlich ist das im Deutschen nicht viel anders. Ist von einer Gruppe von Männern und Frauen die Rede, die in der Sozialarbeit tätig sind, ist von "Sozialarbeitern" die Rede. In den letzten Jahren kamen Umschreibungen wie "Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen", "BusfahrerInnen", "Lehrer/innen" oder "Kund(inn)en" auf - gelegentlich stößt man sogar auf "Freund_innen". Der Platz, der durch die Verwendung des Unterstrichs entsteht, soll symbolisieren, dass Platz für jede sexuelle Identität ist - unabhängig davon, ob sich jemand als männlich, weiblich oder etwas anderes definiert.

Hitzig geführte Debatte

Die Debatten zu dem Thema werden oft hitzig geführt. Von tiefster Verachtung bis zu amüsierter Belustigung oder einfach nur genervtem Augenverdrehen angesichts der "umständlichen", "überflüssigen" Wortungetüme, die durch ein auf diese Weise ausgedrücktes Verständnis von Geschlechtergerechtigkeit entstehen - die meisten von uns kennen wohl die üblichen Reaktionen.

Muss ein "DB Service Point" wirklich sein?

Ich fand solche Umschreibungen und die vielen Binde- und Querstriche auch oft lächerlich. Ich weiß, dass ich eine "Freundin" und kein "Freund" bin, wozu also die Aufregung. Aber Sprache polarisiert - man denke nur an die Anti-Anglizismus-Fanatiker, die sich über aus dem Englischen übernommene Fremdwörter aufregen, als wäre Sprache nicht schon immer dem Wandel und fremden Einflüssen unterlegen. (Gut, zugegeben, ein DB Service Point muss vielleicht nicht wirklich sein.)

Sprache ist Träger und Ausdruck von Kultur?

Aber manchmal frage ich mich doch, weshalb solche Fragen in so aufgeregter Art und Weise diskutiert werden. Sprache ist Träger und Ausdruck von Kultur? Ja, klar. Kleidung zum Beispiel aber auch. Warum also so viele Diskussionen über die Notwendigkeit der Errettung unserer Kultur und Sprache, während sich keiner um all die schlecht angezogenen Menschen da draußen schert. Ihr wollt Kultur erhalten - bitte schön, knöpft euch die Frau da vorne in der pinken Karottenhose und den Mann im schlecht geschnittenen Regenparka vor.

Ein paar neue Aspekte

Mist, das war jetzt auch polarisierend. Also schnell wieder zurück zum eigentlichen Thema, der Verwendung des Maskulinum und Femininum im Deutschen. Kürzlich stieß ich auf einen erstaunlich sachlich geschriebenen Artikel zum Thema, der ohne das so oft gehörte Lalala zu wiederholen, eine ganze Reihe an Punkten aufzeigte, die mir so in der Diskussion noch nicht untergekommen sind. Darf ich vorstellen? "Frauen natürlich ausgenommen" von Anatol Stefanowitsch (Hilfe, hört sich der Name fremd an!! Ist das womöglich ein AUSLÄNDER?? Ach nee, ein Prof, dann ist ja gut). Enjoy!

Mittwoch, 4. April 2012

Letztens gelesen (19)

Jean-Louis Fournier: Wo fahren wir hin, Papa? München: dtv, 2008.

Daran, wie es wäre, wenn das eigene Kind mit einer Behinderung zur Welt kommt, denkt wohl jeder während der Schwangerschaft einmal nach, verliert zumindest einen Gedanken an die Möglichkeit. Jean-Louis Fournier und seine Frau bekommen ein Kind mit Behinderung und kurz darauf, als sie sich auf ein "normales" Kind freuen, noch eins. Beide Kinder sind schwer geistig und körperlich behindert. In Wo fahren wir hin, Papa? erzählt Fournier vom Leben mit seinen Söhnen, und das auf seine ganz eigene, direkte, ehrliche und ganz bestimmt nicht politisch korrekte Art.

Wie er Witze auf Kosten seiner Söhne macht, hat viele Leser bestürzt und das Buch erhielt, als es erschien, harsche Kritiken. Fourniers Exfrau sah sich gezwungen, eine dementierende Webseite zu eröffnen, auf der sie ihre ganz andere Sicht der Dinge darstellte. Dabei ist es vielleicht genau das, was Fourniers Kritiker verkannten: dass er einfach nur eine andere Sicht, seine Sicht auf das Leben mit seinen Söhnen hatte und dass seine Art, darüber zu schreiben, seine Weise war, mit dem umzugehen, auf das kaum einer von uns vorbereitet ist: dem Leben mit einem geistig und körperlich schwer behinderten Kind.

Montag, 2. April 2012

Letztens gelesen (18)

Anna Sam: Die Leiden einer jungen Kassiererin. München: Riemann, 2009.

Die Leiden einer jungen Kassiererin (Oder Les tribulations d'une cassière wie die französische Originalausgabe betitelt war) hat vor einigen Jahren für Trubel in den deutschen, und davor den französischen Medien gesorgt. Der Inhalt ist schnell zusammen gefasst: Junge Literaturstudentin findet sich, wegen Geldnot, an Supermarktkasse wieder. Zieht nicht nur Chipstüten, Nudelpackungen und Pralinenschachteln über den Scanner, sondern beobachtet nebenbei ihre Umgebung so genau, dass sie nach einiger Zeit mit viel Witz, Scharfsinn und einer großen Portion Zynismus ihre Erfahrungen in Texte fassen kann, die sie auf einem Blog veröffentlicht. Blog wird so erfolgreich, dass ein Buch draus wird. Und wir haben jede Menge Spaß (und vielleicht sogar die ein oder andere Einsicht, denn Anna Sams Texte sind nicht nur lustig sondern auch kritisch) beim Lesen.

Sonntag, 1. April 2012

Lieblingsblogs (04)

Der Titel ist natürlich bescheuert, der Blog - diesmal ein Foto- und kein Textblog - dafür umso toller: Bücherregale über Bücherregale, massenweise Bücher, Bücher und Bücher. Bin es nur ich oder kennt ihr das auch, dieses Hochgefühl, angesichts solcher Stapel und Reihen und Berge an Büchern? Falls ja, kann ich ihn euch nur empfehlen, meinen Lieblingsblog diesen Monat, falls nein, einfach ignorieren. Für Nicht-Buch-Fanatiker ist solch ein Blog wohl einfach nur sterbenslangweilig. Link

Freitag, 30. März 2012

Lieblingsblogs (03)

Mein Lieblingsblog im März ist Lulastic and the Hippyshake, in dem eine junge Frau über ihre zwei anstehenden Großprojekte schreibt. Erstens: Kind kriegen und großziehen. Zweiten: Haus kaufen und renovieren. Die Familie lebt in London, wo sie im Süden der Stadt kürzlich ein altes Haus gekauft haben, das aufgemöbelt werden muss. Die Blogautorin und ihr Mann sind Flohmarkfreaks und statten ihr Heim ausschließlich mit gebraucht erstandenen Möbeln, Teppichen, Vorhängen, Küchengeräten aus. Außerdem haben sie ein Faible für untapezierte, nicht verputzte Wände - was ziemlich freakig aussieht. Nebenbei gehen sie gerne auf politische Demonstrationen und das Kind, Himmels Willen, ist auch schon über eins und WIRD NOCH GESTILLT!!! Den Blogtitel, für den sich die Autorin entschied, muss ich wohl nicht weiter erklären. Viel Spaß beim Lesen!

Mittwoch, 29. Februar 2012

Hass im Netz

Vielleicht fühlt sich ja der eine oder andere Mensch, der mich hier mit freundlichen Kommentaren zuschwallt, zur Teilnahme berufen:

"Im Rahmen der diesjährigen "Jungen Islam Konferenz" laden wir Sie/Euch zu einer Podiumsdiskussion ein, um mit Vertretern aus Politik, Medien, Kultur und Verbänden zur Thematik

"Hassfluten im anonymen Raum" - E-Mails, Leserbriefe und Kommentare an Menschen, die das Thema Islam in Deutschland streifen

zu diskutieren. Es ist nicht nur der rechte Rand, der sich berufen fühlt, Menschen zu beschimpfen, die sich in Deutschland mit dem Themenfeld Islam im weiten wie im engen Sinne auseinandersetzen. Die Sagbarkeitsgrenzen haben sich im Zuge der Sarrazin-Debatte verschoben, eine verrohende Bürgerlichkeit diagnostiziert Heitmeyer. Immer mehr wird das Internet zum Raum, in dem sich der Hass auf das vielfältig gewordene Deutschland entlädt.

Eingeladen sind: Özlem Topçu (Wochenzeitung DIE ZEIT), Denhart von Harling (Sprecher BERLIN BIENNALE), Çiçek Bacik (Sprecherin Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg), Veysel Özkan (Büroleiter Cem Özdemir, BÜNDNIS90/Die Grünen) und Yassin Musharbash (SPIEGEL-online) unter der Moderation von Dr. Naika Foroutan.

Freitag, 2. März 2012 um 19 Uhr in der Universitätsstraße 3b, Raum 002.

Der Eintritt ist frei.

Die "Junge Islam Konferenz" ist ein Projekt der Stiftung Mercator und der Humboldt-Universität zu Berlin."

Freitag, 17. Februar 2012

Kuebra spricht

Ein Interview mit Kuebra Guemuesay ueber ihre Motivation, zu bloggen; verschiedene "Parallelgesellschaften" innerhalb Deutschlands; Muslimsein in Deutschland und Grossbritannien; das Konzept "Integration" und wie es waere, mal nicht ueber das Kopftuch zu sprechen ... findet sich auf der Webseite des Goethe-Instituts.

Freitag, 13. Januar 2012

Lieblingsblogs (01)

Der Titel ist natürlich bescheuert, der Blog - diesmal ein Foto- und kein Textblog - dafür umso toller: Bücherregale über Bücherregale, massenweise Bücher, Bücher und Bücher. Bin es nur ich oder kennt ihr das auch, dieses Hochgefühl, angesichts solcher Stapel und Reihen und Berge an Büchern? Falls ja, kann ich ihn euch nur empfehlen, meinen zweiten Lieblingsblog diesen Monat; falls nein, einfach ignorieren. Für Nicht-Buch-Fanatiker ist solch ein Blog wohl bestenfalls nett anzuschauen, schlimmenstenfalls strunzlangweilig. Für alle anderen: Vorsicht, Suchtgefahr!!

Freitag, 6. Januar 2012

Lieblingsblogs (01)

Mein Lieblingsblog im Januar ist arbeitssuche55plus. Wie der Name schon sagt, berichtet dort eine Über-55-Jährige, wie es ist, plötzlich auf Arbeitssuche zu sein. Und das in einem Alter, in dem man es, gelinde gesagt, schwer hat auf einem Arbeitsmarkt, dem Stellenanzeigen, in denen als Höchststalter 30 angegeben ist, keine Seltenheit sind. Wie Hohn wirken da die Erklärungen so manchen Politikers, bald solle generell bis Ende 60 gearbeitet werden. Gerne. Bloß wo?

Donnerstag, 5. Januar 2012

Perspektivwechsel, deutsch-indisch

Was passiert, wenn man einen deutschen Journalisten fuer vier Wochen nach Chennai schickt? Wie sieht Deutschland fuer eine in Indien sozialisierte Reporterin aus? Zum vierten Mal findet 2011/12 das Projekt Nahaufnahme statt, im Rahmen dessen in diesem Jahr 10 Journalisten aus Deutschland und Indien fuer einige Wochen das Land, die Stadt und (das ist die Idee) die Perspektive wechseln. Hinter dem Projekt stehen das Goethe-Institut und die Robert-Bosch-Stiftung. Die ersten Berichte, darueber, wie Berlin fuer eine Inderin, Neu Delhi fuer einen Deutschen aussieht, finden sich auf der Seite zum Projekt. Wer noch mehr will, findet weitere Berichte auf dem regelmaessig aktualisierten Nahaufnahme-Blog.