Montag, 21. Januar 2013

Koexistenz

Du weißt, da stimmt was nicht, wenn am 9. Januar im Supermarkt übrig gebliebene Marzipan-Weihnachtsmänner neben neu eingetroffenen Schoko-Hasen stehen... 

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 Aaaaaah, gibt's denn gar keine Pause?!

Donnerstag, 17. Januar 2013

Religionen - Global Player in der internationalen Politik?

"Tagung der Evangelischen Akademie Villigst, der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) und des DVPW-Arbeitskreises "Religion und Politik" zur Rolle religiöser Akteure in der internationalen Politik 

1.-2. Februar 2013
Tagungsort: Frankfurt/Main, HSFK 

Ausgehend vom Säkularisierungsparadigma wurde der Religion lange Zeit nur wenig Bedeutung beigemessen - vor allem im wissenschaftlichen Diskurs, allen voran in den Politischen Wissenschaften. Dies betraf insbesondere die Disziplin der Internationalen Beziehungen, steht letztlich die Entstehung des internationalen Staatensystems doch in einem engen Zusammenhang mit dem Westfälischen Frieden, bei dem die Religion ihre Bedeutung als Basis der Außenpolitik scheinbar endgültig verlor. 

Mittlerweile ist allerdings von einer Revitalisierung der Religion die Rede. Im Bereich der internationalen Politik - insbesondere seit den Anschlägen vom 11. September 2001 - führte dies zu einer sehr intensiven Beschäftigung mit dem Einfluss von Religion auf Gewaltkonflikte. Im Kontext von Globalisierung und Global Governance wird der Religion aber noch immer keine ausreichende Beachtung geschenkt, und das obwohl angesichts neuer Formen des Regierens die Relevanz von nicht-staatlichen, transnationalen Akteuren stetig zunimmt. In diesem Zusammenhang können auch religiöse Akteure eine zentrale Rolle spielen. 

Das Anliegen der Tagung besteht entsprechend darin, das Agieren von religiösen Akteuren wie Religionsgemeinschaften oder religiös basierten Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in der internationalen Politik in den Blick zu nehmen und die Potenziale ihrer Einflussnahme zu analysieren. 

OrganisatorInnen: 

PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner, FEST / Universität Heidelberg 
PD Dr. Oliver Hidalgo, Universität Regensburg 
Dr. Claudia Baumgart-Ochse, HSFK, Frankfurt/M. 
Uwe Trittmann, Evangelische Akademie Villigst
Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.

Das Programm als PDF-Download.

Mittwoch, 16. Januar 2013

An die, die immer nur Schlechtes sehen

"O you who have believe, avoid much suspicion, for some suspicions are sins (...)"

"O ihr, die ihr glaubt! Vermeidet häufigen Argwohn; denn mancher Argwohn ist Sünde. (...)"

Qur'an, Surah 49, Ayat 12

Freitag, 11. Januar 2013

Dealing with the past

"Invitation to event of Robert Bosch Stiftung 

Dealing with the Past: Approaches from Germany and Post-Yugoslav Countries.
A Conversation with Vesna Terselic

Wednesday, January 16, 2013, 6:00 pm 
Berlin Representative Office, Robert Bosch Stiftung GmbH 
Französische Str. 32, 10117 Berlin-Mitte 

Vesna Terselic is Founder and Director of the organization "Documenta – Center for Dealing with the past" based in Zagreb, Croatia. The objective of her work is to establish factual truth about the war and to shift the discussion from the level of dispute over facts towards a dialogue on interpretations. She gained experience as a facilitator in conflict situations mostly in Bosnia-Hercegovina, Kosovo and Kyrgystan. She was awarded the Right Livelihood Award in 1998 for her efforts in building peace, justice and reconciliation on the Balkans, after having been nominated for the Nobel Peace Prize in 1997. 

As a Richard von Weizsäcker Fellow Vesna Terselic spends three months with Robert Bosch Stiftung. The Fellowship aims at shaping important policy debates on the challenges of the 21st century. Distinguished experts and policy makers from various fields are invited to spend a sabbatical at the Robert Bosch Stiftung Representative Office in Berlin. 

After an introduction by Sandra Breka, Head of the Berlin Representative Office of the Robert Bosch Stiftung, Vesna Terselic will offer an insight into her long-standing commitment and experiences with peacebuilding and reconciliation in the Balkans. She will explore different ways of dealing with totalitarian and authoritarian regimes in Germany and Europe. The subsequent discussion will be moderated by Frank Hofmann who has long experience as journalist in the region, amongst others with Deutsche Welle TV. You will be invited to join a reception after the discussion. 

Please register with Verena Heinzel at verena.heinzel@bosch-stiftung.de"

Sonntag, 6. Januar 2013

Übergangsphase

"Wir befinden uns in einer Übergangsphase", meinte Tariq Ramadan neulich im ZEIT-Interview mit Kübra (Gümüsay). Und ganz genauso ist es. Die, die lange kaum sichtbar waren; oft kaum gebildet, schlechte Jobs besetzten und in der Öffentlichkeit eher weniger wahrnahmbar waren, die werden sichtbarer, hörbarer. Haben bessere Ausbildungen, wollen bessere Jobs, auch dazugehören, sichtbar sein, anerkannt werden.

Und das wird auch so kommen, weil wir - Gott sei Dank - in einer demokratischen Gesellschaft leben, in der das möglich ist. Alles andere - die Seppels von PI und Pro-was-noch-mal, Henryk Broder und Kohorten, selbst einer wie dieser Breivik aus Norwegen - ist nur ein letztes Aufbäumen derer, die gerne weiterhin eine weiße, westeuropäische, bloß-nicht-muslimische, überhaupt-nicht-multikulturelle Gesellschaft wollen.

Die Reaktionen sind so heftig, weil sie vielleicht sogar wissen, dass bald Schluss ist mit dem Quatsch, dass bald alle dazugehören dürfen und jeder so sein kann, wie er will. Nicht hundertprozent, aber ein bisschen mehr als jetzt. So wie in London zum Beispiel. Wir befinden uns in einer Übergangsphase. Es ist nur eine Frage der Zeit.